Der folgende Artikel wurde von Danielle Oexman, RDH, im Rahmen ihrer Ausbildung zur zertifizierten biologischen Hygienikerin (https://iabdm.org/wp-content/uploads/5905_n-meyer.png) verfasst. Herzlichen Glückwunsch, Danielle!

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„Die Hygienikerin hat bei meiner Reinigung mit mir über Ernährung gesprochen!“

Ja, du hast richtig gelesen. Dentalhygieniker sind darin geschult, mit Patienten über die Ernährung zu sprechen, insbesondere in einer biologischen Praxis.

Ernährung wird oft als etwas angesehen, das das Gesamtbild einer Person beeinflussen kann, aber wussten Sie, dass es auch Ihren Mund stark beeinflusst? Es wird nicht oft angenommen, dass der Mund mit dem Rest des Körpers verbunden ist, aber denken Sie darüber nach: Er ist es! Wenn ein Patient in einer biologischen Praxis gesehen wird, untersucht das klinische Team, wie sich der Mund des Patienten auf seinen gesamten Körper auswirkt, und ein großer Teil dessen, was den Mund des Patienten beeinflusst, ist seine Ernährung.

Eine der größten Auswirkungen der Ernährung auf den Mund ist die Änderung des pH-Werts des Speichels. Ein normaler, gesunder oraler pH-Bereich liegt zwischen 6.8 und 7.0. Jedes Mal, wenn etwas in den Mund genommen wird, wird der Speichel dann alkalisch, sauer oder bleibt neutral, je nach pH-Wert des Lebensmittels/Getränks und der Reaktion des Körpers darauf. In Clinical Nutrition for Biological Dentistry erläutert Dr. Rehme, wie die Ernährung zu etwa 60 – 70 % aus basischen und zu 30 – 40 % aus sauren Lebensmitteln bestehen sollte. Dies ist jedoch normalerweise nicht der Fall, da die amerikanische Ernährung viel mehr zu einer sauren als zu einer basischen Ernährung geworden ist.1

Was passiert, wenn der Speichel saurer oder alkalischer wird? Untersuchungen haben gezeigt, dass das Risiko für Zahnkaries und Parodontitis stark ansteigt. Ein gesunder pH-Wert von 7.0 hat nachweislich ein sehr geringes Kariesrisiko und wenig bis gar keinen Zahnstein. Es hat sich gezeigt, dass ein pH-Wert unter 7.0 oder ein saurer pH-Wert ein viel größeres Risiko für Zahnkaries, chronische Parodontitis und sogar Mundgeruch verursacht. Es wurde festgestellt, dass ein pH-Wert über 7 oder alkalischer pH-Wert eine signifikante Ansammlung von Plaque verursacht, die eine chronische Gingivitis verursachen kann.2

Eine der besten Möglichkeiten, wie ein Hygieniker seinen Patienten helfen kann, durch eine Umstellung ihrer Ernährung einen neutraleren pH-Wert zu erreichen, besteht darin, kleine Empfehlungen zu geben, die der Patient umsetzen kann. Da fast keine Lebensmittel einen neutralen pH-Wert haben, ist eine der höchsten Prioritäten, auf die man sich bei der Diskussion über Ernährung konzentrieren sollte, die Häufigkeit von säurehaltigen Lebensmitteln/Getränken zu verringern. Wenn etwas in den Mund genommen wird, braucht der Körper im Allgemeinen 20 – 30 Minuten, um den neuen pH-Wert zu kompensieren und ihn wieder auf seinen normalen Wert einzustellen. Nehmen wir zum Beispiel Soda. Soda hat einen durchschnittlichen pH-Wert von 5.5 oder darunter, was bedeutet, dass es stark sauer ist. Wenn ein Patient den ganzen Tag an einer Soda nippt oder die Häufigkeit erhöht, wird sein Speichel in den sehr sauren Bereich geraten und nicht in der Lage sein, sich selbst wieder in einen normalen Bereich zu regulieren. Wie bereits erwähnt, steigt das Kariesrisiko und das Risiko für Parodontitis drastisch an, wenn der Speichel ständig sauer bleibt. Aus diesem Grund kann eine Empfehlung ausgesprochen werden, die Soda-Exposition nur zu den Mahlzeiten zu begrenzen.

Was passiert, wenn ein Patient eine gute Ernährung hat, aber sein Speichel immer noch sauer ist? Eine der grundlegendsten Behandlungsoptionen wäre Backpulverspülungen. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Spülen mit einem halben Esslöffel Backpulver pro 50 ml Wasser täglich dazu beitragen kann, den pH-Wert auf ein gesundes Niveau anzuheben.3 Backpulverspülungen können auch eine entzündungshemmende Wirkung auf den Mund haben. Durch die Empfehlung, täglich Natronspülungen zu verwenden, kann das Karies- und Parodontitisrisiko des Patienten gesenkt werden. Diese Empfehlungen mögen klein erscheinen, aber sie können große Vorteile für die allgemeine Mundgesundheit haben.
 


 

Referenzen

  1. Rehme, M., DDS. (nd). Klinische Ernährung für die biologische Zahnheilkunde.
  2. Baliga, S., Muglikar, S., & Kale, R. (2013, Juli). Speichel-pH: Ein diagnostischer Biomarker. Abgerufen von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3800408/
  3. Chandel, S., Khan, M., Singh, N., Agrawal, A., & Khare, V. (2017). Die Wirkung von Natriumbicarbonat-Mundspülung auf den pH-Wert des Speichels und die orale Mikroflora: Eine prospektive Kohortenstudie. Abgerufen von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5773983/
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