
Ihr Mund ist ein komplexes Ökosystem mit etwa 700 verschiedenen Bakterienarten, von denen einige zu Zahnfleischerkrankungen, auch Parodontitis genannt, beitragen. Biologische Zahnheilkunde nutzt einen ganzheitlichen Ansatz zur Mundgesundheit und stellt die Verbindung zwischen Mundgesundheit und allgemeiner Gesundheit her. So deutet eine wachsende Zahl von Forschungsarbeiten des National Institute on Aging (NIA) auf einen Zusammenhang hin zwischen Zahnfleischerkrankungen und die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit und anderer Formen von Demenz.
Parodontitis entsteht, wenn sich das Gewebe, das die Zähne an ihrem Platz hält, entzündet, was zu Zahnfleischbluten, lockeren Zähnen oder sogar Zahnverlust führen kann. Bezeichnenderweise können die beteiligten Bakterien, wie Porphyromonas gingivalis, und die dabei entstehenden Entzündungsmoleküle über den Blutkreislauf vom Mund ins Gehirn gelangen. Immer mehr Hinweise deuten darauf hin, dass dieser Weg eine Kaskade von Ereignissen auslösen kann, die schließlich in Demenz gipfeln.
Um diesen Zusammenhang zu untersuchen, verwendete das NIA Daten aus der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES), um zu untersuchen, ob Parodontitis und orale Bakterieninfektionen mit Gedächtniskomplikationen korrespondieren. Es wurden Quervergleiche über verschiedene Altersgruppen hinweg durchgeführt, wobei der längste Beobachtungszeitraum 26 Jahre betrug und mehr als 6,000 Teilnehmer umfasste, die auf Anzeichen von Parodontitis untersucht wurden.
Beunruhigenderweise ergab die Analyse, dass Erwachsene über 65, die im Anfangsstadium Anzeichen von Parodontitis und oralen Infektionen zeigten, im Untersuchungszeitraum häufiger Symptome von Alzheimer zeigten. Das Risiko wurde durch das Vorhandensein des Bakteriums Porphyromonas gingivalis noch verstärkt, das häufig mit anderen Bakterien wie Campylobacter rectus und Prevotella melaninogenica zusammenlebt und das Risiko weiter erhöht.
Obwohl diese Ergebnisse stark darauf hinweisen, dass orale Infektionen der Diagnose von Gedächtnisstörungen vorausgehen, sind noch Folgestudien erforderlich, um den Kausalzusammenhang zu bestätigen. Dennoch unterstreichen diese Erkenntnisse weiterhin die entscheidende Rolle der biologischen Zahnheilkunde in der vorbeugenden Gesundheitsfürsorge. Indem sie zur Aufrechterhaltung einer optimalen Mundgesundheit beitragen, schützen biologische Zahnärzte nicht nur unsere Zähne und unser Zahnfleisch, sondern können möglicherweise auch schwere Krankheiten wie Alzheimer abwehren, indem sie eine gute Mundgesundheit für eine gute Gehirngesundheit fördern.
Die International Academy of Biological Dentistry and Medicine (IABDM) ist ein Netzwerk von Zahnärzten, Ärzten und Gesundheitsexperten, die sich für die Förderung der biologischen Zahnheilkunde einsetzen. Wir laden Sie ein, Besuchen Sie unsere Website um mehr über unseren Einsatz für biokompatible Dentalmaterialien und toxinfreie Verfahren zu erfahren.